26.07.2021

Ansprechpartner in der Not

Das THW Hilpoltstein bildet in Bad Neuenahr die erste Anlaufstelle für anrückende Einheiten

Abends, nach dem Ende einer erfolgreichen Ausbildung am Samstag, den 24.07.21, erreichte den THW Ortsverband Hilpoltstein die Nachricht, dass vier Personen zur Unterstützung im Katastrophengebiet Ahrweiler gebraucht werden. Kurz darauf setzte sich der Zugtrupp in Bewegung und bleibt dort bis kommenden Donnerstag und bildet den Meldekopf für anrückende Einheiten aus dem gesamten Bundesgebiet.

Ansprechpartner rund um die Uhr

Kaum waren die engagierten Helfer im Bereitstellungsraum am Nürburgring eingetroffen, wurden sie schon freudig in Empfang genommen und mit einer wichtigen Aufgabe betraut. In Bad Neuenahr gibt es einen Stützpunkt, der alle aktiven Helferinnen und Helfer mit notwendigem Material, Logistik und einen Bereitstellungsraum vor Ort für sofortige Maßnahmen. In diesem Bereich ist eine Anmeldung von ankommenden Einheiten zwingend erforderlich.
Diese wichtige Funktion übernahm nun in der Nacht auf Montag der Ortsbeauftragte Alexander Regensburger mit drei weiteren Helfern in den kommenden Nächten. „Wir sind hier der Ansprechpartner für Anfragen von außen, wenn Fragen kommen. Aber auch das Erfassen und Registrieren von neuen Einheiten und die Weitergabe von Informationen über das Gelände sind unsere Hauptaufgaben in den nächsten Tagen,“ fasst er bei einem Telefonat knapp zusammen. Die Zeit ist natürlich begrenzt, denn einige Personen wollen versorgt und informiert werden. Die beschriebenen Aufgaben werden als so genannter Meldekopf verstanden. Ein Mittler zwischen den ankommenden Helfenden und der Führungsstelle, die diese Informationen natürlich braucht, um weiter planen zu können.

Weitere Ehrenamtliche folgen

In der Zwischenzeit wurden zwei weitere Helfer aus dem Ortsverband Hilpoltstein angefordert. Diese lösten am Nürburgring Kräfte im stehenden System ab, um die Fachgruppe Führung und Kommunikation vor Ort weiter mit einer hohen Qualität betreiben zu können. Diese Qualität ist auch dem THW-Präsidenten Gerd Friedsam bewusst, der kürzlich erst betonte, dass das THW durch seine flächendeckende und einheitliche Aufstellung Einsatzkräfte nicht nur schnell und effizient in die betroffenen Gebiete entsenden kann, sondern auch über einen langen Zeitraum einsatzfähig bleibt.

Diese Einsatzfähigkeit beweist nun auch das THW Hilpoltstein und unterstützt mit frischen Kräften, wo es nur kann. Für eine langanhaltende Ausdauer bedarf es auch einer entsprechenden Ruhezeit. Diese verbringen die Helfer im Bereitstellungsraum am Nürburgring, wo aktuell rund 5000 Personen versorgt werden. „Die Organisation dort ist, top,“ betont Regensburger, „wir haben gesagt, dass wir in der Nachtschicht arbeiten. Daraufhin gab man uns ein Zelt, das so weit abseits ist, um uns die notwendige Ruhe zu gönnen, die wir tagsüber zum Schlafen brauchen.“

 

Text: Liam Flohry
Foto: Daniel Fürnkäß


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