Allroundsteg "Hilpoltstein"

Besonders Hochwassersituationen beeinträchtigen stark die örtliche Infrastruktur. Bestehende Zufahrtswege sind entweder durch die Wassermassen unterspült oder versperrt und daher nicht mehr passierbar. Diese Schadenslagen nahm unser Zugtruppführer, Josef Schlierf, zum Anlass und entwickelte speziell für dieses Einsatzszenario eine Lösung.

 

Das Ergebnis ist ein freitragender Allroundsteg mit dem Namen „Hilpoltstein“. Diese Eigenkonstruktion beruht auf dem im Ortsverband vorhandenen Übungstrum „Bayern“. Mit einigen Ergänzungsteilen wird so eine mobile Überbrückung von 15,35 m mit einer maximalen Belastung von 10 KN erreicht. Das Gesamtgewicht des Allroundsteg beträgt 1.563,60 kg (ohne Stapelgestell).

 

 

Bestandteile des Allroundsteg „Hilpoltstein“
12 Stück            Vertikalstiel 3,00 m
34 Stück            Riegel 3,07 m
  6 Stück            U-Doppelriegel 3,07 m
  6 Stück            U-Doppelriegel 1,09 m
  6 Stück            Riegel 1,09 m
  6 Stück            Belagsicherungen 1,09 m
40 Stück            Allround-Diagonale 3,07 m Feld
15 Stück            Stahlboden 3,07 x 0,32 m UP
  4 Stück            Normalspindel 60 

 

 

Aufbau des Allroundsteg „Hilpoltstein“ Über die zu überbrückende Stelle sind ähnlich wie beim Hängesteg zwei Greifzugseile in einer Höhe von mindestens 1,75 m über dem Stegantritt zu spannen (der vertikale Schwerpunkt liegt darunter). Der Aufbau des ersten Feldes des Allroundsteg erfolgt fluchtrecht zu den Greifzugseilen am Ufergelände. Der Allroundsteg wird wegen Durchhang der Seile nur an den beiden ersten Vertikalstielen angeschlagen und über die Schadensstelle bzw. das Gewässer nach Anbau eines weiteren Feldes gezogen. Dieser Ablauf wiederholt sich dreimal (fünf Felder) bis der Allroundsteg mittels nachlassen der Greifzugseile auf die Auflager abgelassen wird.

Allroundsteg
Allroundsteg
Allroundsteg
Allroundsteg