Zunächst alarmierte die integrierte Leitstelle am Samstagmittag den Fachberater zu einem Verkehrsunfall auf der Autobahn A9 bei Allersberg. Es stellte sich heraus, dass sich eine Massenkarambolage ereignet hatte, bei der über zehn Wägen beteiligt waren. Dieser große Unfall musste entsprechend gesichert werden.
Deshalb orderte die Verkehrspolizei einen Wagen des THWs nach, um frühzeitig auf die Gefahrenstelle aufmerksam zu machen. Insgesamt blieben die Ehrenamtlichen drei Stunden vor Ort und hielten den anderen Rettungskräften den Rücken frei.
Ein Einsatzort, zwei Unfälle am gleichen Tag
Etwas unwirklich wurde es Samstagabend, als der gleiche Alarm wie am Mittag beim Ortsbeauftragten einging. Um 19.16 Uhr alarmierte die Leitstelle einen unserer Fachberater zum gleichen Stichwort an die gleiche Stelle. Glücklicherweise stellte sich der Unfall als geringer aus. Hier handelte es sich um zwei Fahrzeuge, die kollidierten. Die Feuerwehr und Polizei sahen keinen weiteren Handlungsbedarf für das THW, weshalb der Fachberater nach kurzer Zeit wieder abrücken konnte.
Technische Hilfe auf Verkehrswegen
Bei diesen Hilfeszenarien handelt es sich um die so genannte „Technischen Hilfe auf Verkehrswegen“. Hierfür schulen sich die Ehrenamtlichen speziell für Aufgaben auf stark frequentierten Straßen wie der A9. Dafür haben die Ortsverbände spezielle Einsatzfahrzeuge, die eine perfekt angepasste Ausstattung aufweisen. Das bedeutet ein breites Aufgabenspektrum, mit dem das THW anderen Hilfsorganisationen in Gefahrenlagen an der Straße zur Seite stehen kann.
Die Maßnahmen, die am Samstag zum Tragen kamen, dienten der Vermeidung von Folgeschäden aufgrund von Unfällen und Verkehrsstörungen.
Text: Liam Flohry
Fotos: Christian Arendt, Marc Winkelströter

