Auf dem Ausbildungsplan standen die wichtigsten Grundlagen der Ersten Hilfe: Herz-Lungen-Wiederbelebung, stabile Seitenlage und Schocklage gehörten ebenso dazu wie das fachgerechte Anlegen eines Druckverbandes und von verschiedenen Pflastern. Ergänzt wurde das Programm durch eine Grundlage der Rettung und Bergung: Das Einbinden von Verletzten in eine Krankentrage. Dessen klares Ziel ist es, einen sicheren und schonenden Verletztentransport zu ermöglichen.
Klingt theoretisch? War es ganz und gar nicht. Mit viel Engagement erklärten die Ausbilderinnen, worauf es im Ernstfall ankommt, und ließen die Jugendlichen selbst Hand anlegen. Besonders bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung wurde schnell klar, dass das deutlich anstrengender ist, als es im Film aussieht. Trotzdem hielten alle tapfer durch und bewiesen Ausdauer sowie Teamgeist.
Auch das Umlagern und Sichern von „Verletzten“ auf der Krankentrage wurde intensiv geübt. Dabei zeigte sich, wie wichtig klare Absprachen, ruhiges Arbeiten und gegenseitiges Vertrauen sind – Eigenschaften, die beim THW ohnehin großgeschrieben werden. Die freiwilligen Übungsopfer bewiesen dabei bemerkenswerte Geduld.
Beim Thema Verbände und Pflaster kam schließlich auch die kreative Seite der Jugendgruppe zum Vorschein. Ob Druckverband oder kleines Pflaster: Am Ende war nahezu jeder Arm oder auch mal ein Finger professionell versorgt. Selbstverständlich nur zu Übungszwecken.
Das Fazit des Ausbildungstags fiel laut Nicole Groth, Ortsjugendbeauftragte, eindeutig aus: „Die Jugendlichen haben viel gelernt, viel gelacht und ein großes Stück Sicherheit dazugewonnen.“ Die THW-Jugend Hilpoltstein ist nun bestens vorbereitet, wenn es darauf ankommt und weiß spätestens jetzt, dass Erste Hilfe Teamarbeit ist und ein Pflaster manchmal mehr kann, als nur bunt auszusehen.
Text: Nicole Groth
Fotos: Sofia Regensburger

