Das THW Roth installierte vor Ort zahlreiche Pumpen, um das Wasser umzuwälzen und mit Venturidüsen mit zusätzlichem Sauerstoff anzureichern. Die Stromversorgung sicherten ein Landkreis-Notstromaggregat sowie eine nahegelegene Wasserkraftanlage.
Tag- und Nachtschicht für die Fische
Das THW Hilpoltstein unterstützte den Einsatz und übernahm die Betreuung der Anlagen für zwei Tagschichten und eine Nachtschicht. Zu den Kernaufgaben gehörten der Betrieb und die Überwachung des Notstromaggregats, regelmäßiges Nachtanken sowie die Reinigung der Pumpen, um Verstopfungen durch Wasserpflanzen und Treibgut zu vermeiden. Darüber hinaus sicherten die Einsatzkräfte das Material vor Ort.
Parallel zu den Maßnahmen des THW wurde ein Mähboot des Wasserwirtschaftsamtes Nürnberg eingesetzt, das die Wasserpflanzen kontrolliert entfernte. Dies erleichterte die Pumpenarbeit zusätzlich und verbesserte die Sauerstoffzufuhr nachhaltig. Die eingeleiteten Schritte zeigten bereits nach kurzer Zeit messbare Erfolge.
Warum geht den Fischen die Luft aus?
Verantwortlich für den kritischen Sauerstoffmangel waren vor allem die hohen Temperaturen, die lange Trockenheit und die fehlende Wasserbewegung im Teich, da derzeit kein Wasser aus dem Rothsee abgelassen wird. Warmes Wasser speichert den Sauerstoff schlechter als kühleres Wasser. Daher bleibt zu hoffen, dass baldige Regenfälle für eine nachhaltige Entspannung der Situation sorgen.
Die Einsatzkräfte des THW Hilpoltstein und Roth arbeiteten Hand in Hand und bewiesen einmal mehr, wie gut die Zusammenarbeit mit benachbarten Ortsverbänden sowie mit anderen Behörden wie dem Wasserwirtschaftsamt funktioniert. Trotz der zusätzlichen Belastung durch parallellaufende Großveranstaltungen wie die "Challenge Roth" meisterten die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer die Herausforderungen mit großem Engagement und Zuverlässigkeit.
Alle Beteiligten hoffen nun auf baldige Niederschläge, die für zusätzliche Entspannung der Situation sorgen könnten.
Text: Liam Flohry
Fotos: Fabian Stadler

