08.07.2022

Lob vom Kanzler: So erlebte das Hilpoltsteiner THW den G7-Gipfel

Der G7-Gipfel wäre ohne das Technische Hilfswerk nicht möglich gewesen: Unaufgeregt stellten die Helfer die logistische Grundversorgung. Zwei Hilpoltsteiner waren als Teil des Media-Teams dabei - und trafen sogar den Bundeskanzler.

Beim diesjährigen G7-Gipfeltreffen auf Schloss Elmau im Landkreis Garmisch-Partenkirchen waren neben 18.000 Polizeibeamten auch eine Vielzahl anderer Hilfs- und Unterstützungsorganisationen im Dauereinsatz - darunter das Technische Hilfswerk (THW), um in den Bereichen Stromerzeugung, Beleuchtung, Verbrauchsgüterversorgung, Führung und Kommunikation auszuhelfen.

Liam Flohry und Bernhard Bergauer vom THW-Ortsverband Hilpoltstein wurde dabei eine ganz besondere Aufgabe übertragen. Ausgestattet mit Kamera und Schreibblock berichteten die beiden direkt vom Ort des Geschehens und Dokumentierten den Einsatz bis ins Detail. Vom Auf- bis zum Abbau hat das "THW-Mediateam" Kammeraden befragt, das eine oder andere Foto geschossen und die Erlebnisse sowohl im Internet als auch in der THW-Publikation "Gipfel-Post" veröffentlicht.

Nicht zuletzt stießen die Hilpoltsteiner auch auf prominente Gäste; beispielsweise auf Innenminister Joachim Herrmann oder Bundeskanzler Olaf Scholz. Darum ging es der internen "THW-Presse" in erster Linie aber gar nicht.

Von Kamerad zu Kamerad

Im Vordergrund der Berichterstattung stand über das breite Einsatzspektrum des THW zu informieren – von Kamerad zu Kamerad. "Wir haben unsere Leute befragt. Es war spannend zu sehen, wie sich untereinander organisiert wurde", lässt Liam Flohry Revue passieren.

Begeistert zeigt sich auch Bernhard Bergauer: "Es war aufregend aber auch stressig, mit den vielen Einsatzkräften der einzelnen Stationen zu sprechen." Die Anstrengungen würden sich aber ausbezahlt haben: "Unsere Arbeit wurde sehr gut angenommen, die Leute vom THW haben sich darüber gefreut."

Wichtig sei für Bergauer der "Blick über den Tellerrand hinaus". Das THW verfüge über ein derart breites Einsatzspektrum, dass viele Mitglieder gar nicht wissen, was der "Ortsverband von nebenan" überhaupt leiste oder mit welchem Gerät dieser ausgestattet sei. Durch die betriebene "interne Kommunikation" sei im Rahmen des G7-Gipfels allerhand Information gestreut worden. Das "THW-Mediateam" habe deshalb Textbausteine vorgefertigt, die nicht zuletzt als eine Art bundesweite Werbung für das THW diene.

Natürlich sei auch die Presse mit "Insider-Wissen" versorgt worden. Die in Wort und Bild festgehaltenen Erlebnisse sind jedenfalls breit gefächert. "Wir waren dabei als die Staats- und Regierungsvertreter durch den Hubschrauber-Pendelverkehr zum Schloss Elmau geflogen wurden", berichtet Bergauer.

Täglich 1000 Semmeln

Von einer regelrechten Materialschlacht erzählt Flohry begeistert: "Es wurden täglich alleine rund 1000 Brötchen gebacken." Barrieren gab es weder Flohry noch für Bergauer: "Alle Bereiche waren bewacht und abgeriegelt. Mit unserer Akkreditierung dürften wir im Prinzip überall hin."

Trotz aller Anstrengungen habe unter den THW-Einsatzkräften stets eine gute Stimmung geherrscht. Und: "Der komplette Einsatz verlief reibungslos." In der "heißen Phase" seien gut 500 Bedienstete vom THW rund um das Schloss Elmau beschäftigt gewesen. Über die kompletten Gipfeltage sogar weit über die doppelte Anzahl aus allen 111 bayerischen Ortsverbänden.

Professionelle Kompetenz

"Unser Einsatz trug wesentlich dem sicheren Verlauf des G7-Gipfels bei. Wir konnten erneut zeigen, dass wir unsere Kompetenzen jederzeit bei Großereignissen professionell einbringen können."

Großes Lob hagelte es nicht nur seitens der THW-Führungskräfte. Innenminister Joachim Herrmann habe schließlich "alle zusammengetrommelt", um auszurichten, dass ihn die Leistung und Harmonie der Hilfskräfte untereinander besonders beeindruckt habe.

Fototermin mit dem Kanzler

Bundeskanzler Olaf Scholz lud als Zeichen seiner Anerkennung zu einem gemeinsamen Fototermin. Amerikanische Vertreter berichteten darüber hinaus von einer "vorbildlich organisierten" Veranstaltung. Selbst der amerikanische "Secret Service" betrachtete die dortige Sicherheitslage als sehr gut und hätte durch den Einsatz der deutschen Organisationen nicht weiter eingreifen müssen.

 

Text: Marco Frömter
Fotos: THW Media Team


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