03.04.2022

Fit in Sachen manueller Bootsführung

Um im Technischen Hilfswerk (THW) kleine Wasserfahrzeuge ohne Maschinenantrieb zu führen, bedarf dies einer Ausbildung zum „Bootsführer für manuelle Boote“. Um Helfer:innen für diese Aufgabe zu qualifizieren, fand für den Regionalstellenbereich Ingolstadt eine mehrtägige Ausbildung statt. Sebastian Luft und Thomas Hentschel aus dem Hilpoltsteiner THW-Ortsverband vermittelten alle notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten. Am Ende freute sich das Ausbilderteam mit den Teilnehmer:innen über einen erfolgreichen Abschluss der Bereichsausbildung.

Im Herbst 2019 sorgte das neue Rahmenkonzept für eine Neustrukturierung der Unterstützungs- und Einsatzmöglichkeiten des Technischen Hilfswerks. Im Zuge dieser Aufgabenneuordnung wurde die damalige 2. Bergungsgruppe in eine Fachgruppe „Notversorgung und Notinstandsetzung“ (FGr N) überführt und sukzessiv um Gerätschaften zur Erfüllung der neuen Aufgabenstellungen erweitert. Blickt man näher in die zugrundeliegenden „Stärke- und Ausstattungsnachweisung“ (StAN) der neu gebildeten Fachgruppe, so verfügt diese zukünftig über ein Schlauchboot. Somit sind die Helfer:innen in der Lage, Personen und Gegenstände auch auf Wasserwegen zu transportieren. Um diese neue Aufgabe im Ernstfall sicherzustellen, bedarf es innerhalb der Fachgruppe ausgebildete Bootsführer:innen.

 Qualifizierte Ausbildung im Regionalstellenbereich

 Die Ausbildung von Bootsführer:innen für die manuelle Fortbewegung von Wasserfahrzeugen erfolgt gemeinschaftlich im Rahmen von regelmäßigen Bereichsausbildungen. Um eine einheitliche und qualifizierte Ausbildung sicherzustellen, absolvieren die regional eingesetzten Ausbilder einen einwöchigen Lehrgang am THW-Ausbildungszentrum in Hoya. In enger Zusammenarbeit mit der Regionalstelle können regelmäßige Bereichsausbildungen stattfinden.

 Bereichsausbildung durch den THW-Ortsverband Hilpoltstein

 Mit Sebastian Luft (Zugführer) und Thomas Hentschel (Gruppenführer der Fachgruppe Wassergefahren) verfügt der Hilpoltsteiner Ortsverband über ein engagiertes und eingespieltes Ausbilderteam. Gerade auch der nahegelegene Rothsee bietet beste Voraussetzungen für die Bereichsausbildung.


Insgesamt elf Teilnehmer:innen aus den THW-Ortsverbänden Gunzenhausen, Roth und Treuchtlingen absolvierten kürzlich die zweitägige Sonderausbildung. Auf dem Lehrplan der Theorieausbildung, die aufgrund der Corona-Pandemie rein online stattfand, standen wichtige Vorschriften der Bootsführung und -bedienung. So beschäftigten sich die angehenden Bootsführer:innen mit den zahlreichen Regelungen im Schiffsverkehr bis hin zur Lichterführung und Schallzeichen. Im zweiten Teil der Theorieausbildung ging Sebastian Luft auf die Bootsausstattung sowie deren Bedienung ein.


Zu Beginn der Praxisausbildung auf dem Rothsee ließ es der April noch einmal ordentlich krachen. Schneefall bescherte den Helfer:innen eine feuchte – aber dennoch mit Humor begleitete – Bootsausbildung auf dem Wasser. Dort trainierten die angehenden Bootsführer:innen die korrekte Ausrüstung der Wasserfahrzeuge, die verschiedensten Fahrmanöver bis hin zum „Mensch-über-Bord-Manöver“. Um bereits bestehendes Wissen zu festigen, wurden noch einmal wichtige Bunde und Stiche wiederholt sowie um weitere spezielle Seemannsknoten ergänzt.


Trotz der kühlen Temperaturen hatte das gesamte Team ordentlich viel Spaß und jede:r der Teilnehmer:innen freute sich am Ende über einen erfolgreichen Abschluss der Bereichsausbildung.


Text: Bernhard Bergauer
Fotos: Fabian Stadler, Bernhard Bergauer


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