Die Floßbauaktion war Teil des städtischen Sommerferienprogramms. „Das Ferienprogramm der Stadt Hilpoltstein bietet uns als ehrenamtliche Hilfsorganisation die Möglichkeit, die vielfältige Jugendarbeit in unserem Ortsverband vorzustellen und die Mädchen und Jungen im Alter von zehn bis 17 Jahren auf eine alternative Freizeitbeschäftigung aufmerksam zu machen“, erklärt THW-Jugendbetreuer Patrick Brandmeyr die Beweggründe für die regelmäßige Beteiligung.
Am Rothsee Segelzentrum angekommen, wurde den knapp 20 Ferienkindern zunächst der fachgerechte Umgang mit Arbeitsleinen gezeigt. Dabei erlernten die Teilnehmenden gleich wichtige Knoten, die auch im Alltag nützlich sein können.
Kunststofftonnen, Rundhölzer und jede Menge Holzdielen bildeten die Hauptbestandteile eines jeden Floßes. Schritt für Schritt wurden den Jugendlichen alle notwendigen Arbeitsschritte erklärt und gezeigt. So entstanden mit vereinten Kräften in kürzester Zeit ohne Verwendung weiterer Hilfsmittel zwei große Flöße.
Nachdem sich die Wagemutigen mit Rettungswesten und Stechpaddeln ausgestattet hatten, konnten die Flöße mit vereinten Kräften zu Wasser gelassen werden. Beim „Stapellauf“ des Floßes bewahrheitete sich das, was sich beim Bau schon abgezeichnet hatte. Die beiden Flöße waren schwimmfähig und konnten ohne Nachbesserungen auf dem Rothsee gefahren werden.
Wenn Naturkatastrophen wie Hochwasser die Katastrophenschützer auf den Plan rufen, dann kann so ein Floß gute Dienste leisten. In einer verlängerten Version kann dieses als Ersatz für eine Brücke oder als Fähre genutzt werden.
Am Ende waren sich die Teilnehmenden einig: Neben der angewendeten Technik waren es vor allem die Kameradschaft und die gute Zusammenarbeit, die für ein unvergessliches Erlebnis sorgten.
Text: Bernhard Bergauer
Fotos: Bernhard Bergauer

