THW ermöglicht Heimsieg des ERC Ingolstadt
Die klirrende Kälte der vergangenen Tage lässt den Schnee und damit die Gefahr, dass Hallendächer unter der Schneelast zusammenbrechen, noch immer nicht weichen. Um eine mögliche Katastrophe im Voraus zu verhindern, unterstützten 15 Helfer des THW Ortsverbandes Hilpoltstein ihre Kollegen bei der Räumung des Hallendachs der Saturn-Arena in Ingolstadt.
In den letzten Tagen hatte sich eine bis zu einem halben Meter hohe Schneelast auf dem Dach der erst 2003 eingeweihten Saturn-Arena angesammelt. Die Belastungsgrenze des Hallendaches war bereits um 20 Prozent überschritten: So konnte die anstehende Eishockeypartie am Donnerstagabend zwischen dem DEL-Spitzenreiter Grizzly Adams Wolfsburg und dem ERC Ingolstadt auf keinem Fall stattfinden. Um einer kostspieligen Hallensperrung zuvorzukommen und die Sicherheit der Zuschauer jederzeit zu gewährleisten, entschieden sich die Hallenbetreiber für eine frühzeitige Beräumung des Daches.
Mensch gegen Maschine: Ein Versuch, die über 3.000qm große Dachfläche mit Hilfe eines Enteisungsfahrzeuges von der weißen Pracht zu befreien, brachte nicht den gewünschten Erfolg, so dass man sich schließlich hilfesuchend an die THW Geschäftsstelle in Ingolstadt wandte. Diese alarmierte am vergangenen Donnerstag um 9.20 Uhr den THW Ortsverband Hilpoltstein sowie weitere THW Ortsverbände aus Freising, Neuburg, Pfaffenhofen und Donauwörth zur Unterstützung des lokalen Ortsverbandes.
Ausgerüstet mit Schneehexen und -schiebern fanden sich nach kürzester Zeit knapp 100 THW-Helfer, darunter 15 Helfer aus Hilpoltstein vor der Eishockey-Arena ein. Unter dem Beifall der bereits angereisten Eishockeyfans des EHC Wolfsburg schaufelten sie das Dach schneefrei – keine ungefährliche Aufgabe, denn unter dem Schnee lauerte eine bis zu zehn Zentimeter dicke Eisschicht, die das Hallendach in eine gefährliche Rutschbahn verwandelte. Deshalb stand für den Hilpoltsteiner THW-Zugführer Karl-Heinz Stark vor allem die Sicherheit der Helfer im Vordergrund: Sie waren mit Sicherungs- und Auffanggurten an Festpunkten des eiförmigen und stellenweise sehr steilen Hallendachs fixiert. „Durch die Gurte wird die Bewegungsfreiheit kaum eingeschränkt, sie sind für ein sicheres Arbeiten einfach nicht wegzudenken“, so Stark.
Der kraftraubende Einsatz hat sich gelohnt: Pünktlich um halb acht war die Zielvorgabe für die Helfer des Technischen Hilfswerks geschafft. Das Dach war zu großen Teilen frei von Eis und Schnee. 3.538 Zuschauer konnten so den 3:1 Sieg der Heimmannschaft bejubeln während sich die THW-Helfer müde an das Zusammenpacken ihrer Ausrüstung machten.
Text: Bernhard Bergauer Bilder: Thomas Spitzbart
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