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29.01.2011 DONAUSCHWIMMEN IN NEUBURG DONAU
 

Badesaison im Eiswasser der Donau eröffnet


Die Badesaison ist eröffnet: Beim 42. Donauschwimmen stürzten sich über 1.700 Hartgesottene in die eisigen Donaufluten. Wie in den vergangenen Jahren konnte die BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Neuburg a. d. Donau auf die tatkräftige Unterstützung des THW Ortsverbandes Hilpoltstein zählen.

Das diesjährige nasskalte Winterspektakel lockte wieder rund 10.000 Zuschauer vom warmen Ofen an die Neuburger Uferpromenade. In warme Winterkleidung gehüllt, drängten sich bereits am späten Samstagvormittag zahlreiche Schaulustige, um sich die besten Plätze mit Blick auf das strömende Eiswasser der Donau zu sichern.

Bei einer Wassertemperatur von knapp zweieinhalb Grad und einer Lufttemperatur um den Gefrierpunkt sprangen bei der Staustufe Bittenbrunn 1.760 unverfrorene Wasserratten in Neoprenanzügen in das eisige Nass. Schnell entwickelte sich bei so vielen kostümierten und gut gelaunten Schwimmern ein bunter Faschingszug der besonderen Art. Einen Blickfang für die Beifall jubelnden Zuschauer bildeten die außergewöhnlichen Konstruktionen, welche die Teilnehmer begleiteten. Die auf den Flößen dargestellten Motive stellten, wie zur fünften Jahreszeit üblich, aktuelle Ereignisse aus Wirtschaft, Politik und lokaler Presse dar.

Was vor über 40 Jahren mit einem Eistest von einer Handvoll Wasserwachtlern begann, entwickelte sich in kürzester Zeit zum größten Winterschwimmen in Europa. Um die Sicherheit für die Teilnehmer an Land und insbesondere auf dem Wasser jederzeit zu gewährleisten, konnte das Organisationsteam der BRK-Wasserwacht Ortsgruppe Neuburg a.d. Donau auf fast 400 ehrenamtliche Einsatzkräfte verschiedener Organisationen zurückgreifen.

Der THW Ortsverband Hilpoltstein stellte auch in diesem Jahr wieder eine Bootscrew mit ihrem Mehrzweck-Arbeitsboot zur Unterstützung dieses winterlichen Spektakels zur Verfügung. So war es Aufgabe der vier THW-Bootsführer, zwei Kameramänner sowie zwei Pressefotografen in die unmittelbare Nähe der Teilnehmer zu bringen, um so für einmalige Perspektiven fast aus Schwimmersicht zu sorgen. „Gleichzeitig beobachteten wir aufmerksam die Schwimmer, um im Notfall sofort eingreifen zu können“, erklärte THW-Gruppenführer Thomas Hentschel.

Vier Kilometer, entlang der prachtvollen Renaissance-Kulisse Neuburgs, legten die Winterschwimmer bis zum Zieleinlauf am Bootshaus des Neuburger Ruderclubs zurück. Helfende Hände unterstützten dort die teils klammgefrorenen Schwimmer beim Ausstieg aus dem Wasser und die Bootscrew kümmerte sich um die Bergung der teils aufwendig gebastelten Schwimmobjekte.


Text: Bernhard Bergauer
Bilder: Thomas Hentschel, Christian Simon, Markus Langohr, Raimund Hanisch




 



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