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28.05.2010 ÖLSCHADENSBEKÄMPFUNG
 

Umweltkatastrophe mit einfachen Hilfsmitteln verhindern


„Unfall auf der A9! Auslaufender Kraftstoff verunreinigt ein angrenzendes Gewässer und droht in das Naturschutzgebiet am Rothsee abzufließen …“ – Diese Einsatzmeldung stellte die Basis für das Übungsszenario dar, welches von Zugführer Karl-Heinz Stark und Gruppenführer Felix Erbe für die Helfer der beiden Bergungsgruppen vorbereitet wurde.

Die Gerätschaften und Hilfsmittel der Ölschadensbekämpfung sowie die Funktionsweise einer Ölsperre, standen im Mittelpunkt einer fachtheoretischen Einführung in das Ausbildungsthema der beiden Bergungsgruppen.

Der Theorie folgte die praktische Umsetzung: So machten sich die Helfer vor Einbruch der Dunkelheit an diesem Freitagabend auf den Weg zum Übungsort bei Appelhof, wo sich der Bach „Kleine Roth“ mit der Bundesautobahn A9 kreuzen. Dort angekommen, errichteten die THW-Helfer im Bachbett aus behelfsmäßigen Materialien eine Ölsperre. So nutzten die Helfer Strohballen als Filter, und Holzbohlen sorgten für die notwendige Stabilisierung der Sperre im Bachbett.
Zur Erhöhung der Filterwirkung wurde wenige Meter nach der ersten Ölsperre eine zweite Sperre aus den gleichen Materialien errichtet.

Ein weiteres Helferteam kümmerte sich um den Aufbau von allen notwendigen Gerätschaften, die dem weiteren Transport des aufgefangenen Öl-Wasser-Gemisches dienten. So wurde die ortsverbandseigene Induxpumpe mit Saugschläuchen versehen, welche in einen bereitgestellten Faltbehälter mündeten.

Im Ernstfall steht am Ende der Transportkette eine Spezialfirma, welche die gesammelte Flüssigkeit aus dem Faltbehälter abpumpt und einer umweltschonenden Entsorgung zuführt.


Text: Bernhard Bergauer
Bilder: Bernhard Bergauer




 



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