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17.12.2011 WEIHNACHTSFEIER DES ORTSVERBANDES
 

Jahresrückblick mit Weihnachtsfeier


Die Unterkunft des Hilpoltsteiner Technischen Hilfswerks (THW) konnte die vielen Besucher des Jahresrückblicks, verbunden mit Weihnachtsfeier kaum fassen, bei der der Ortsbeauftragte Werner Hentschel zusammen mit seinem Stellvertreter Armin Meinelt mehrere Aktive für langjährigen Dienst auszeichnen konnte.

Zu Beginn der Veranstaltung blickte Hentschel auf die Ereignisse im abgelaufenen Jahr zurück und erwähnte hierbei unter anderem mehrere Schnee- und andere jahreszeitlich bedingte Einsätze. Auch wenn das Hilpoltsteiner THW durch den Wegfall der Wehrpflicht und den hierdurch bedingten Wegfall der Verpflichtung im Katastrophenschutz wisse, dass es Personal verlieren würde, hätten sich die Verluste dennoch in Grenzen gehalten, berichtete Hentschel weiter. Da alle Dienste nunmehr ausschließlich auf ehrenamtlicher Basis liefen, galt es zu hinterfragen, wie es künftig weitergehen solle, fuhr der Ortsbeauftragte fort.

Untermauert von zahlreichen Bildern ließ Werner Hentschel das Jahr 2011 nochmals Revue passieren und berichtete von Einsätzen, Ausbildungs- veranstaltungen und dem nicht minder wichtigen geselligen Teil des Jahres. Nicht unerwähnt ließ Hentschel die Jugendarbeit, da diese die Zukunft des Ortsverbandes sei. Diese würden durch eine fundierte Ausbildung an den künftigen Einsatzdienst herangeführt. So seien im abgelaufenen Jahr an 227 Diensttagen 431 verschiedene Dienste zu verzeichnen gewesen. Hierbei wurde insgesamt 19222 Stunden ehrenamtlicher Dienst geleistet.
Im einzelnen verteilen sich diese Dienste in 6560 Stunden allgemeine Dienste. Des weiteren wurden jeweils rund 3100 Stunden Eigenleistung für die Unterkunft, die Standortausbildung und die Jugendausbildung investiert. Weitere rund 2000 Stunden verteilen sich auf Eigenleistung Technik, Einsatz und technische Hilfeleistung. Rund sechshundert Stunden wurden bei Lehrgängen und Übungen bzw. Wettkämpfen erbracht.
Zusammenfassend betonte Hentschel, dass man zwar weniger Stunden als in den Vorjahren nachweisen könne, diese jedoch ausschließlich ehrenamtlich erbracht worden seien. Hentschel zeigte sich erfreut und stolz, dass – ebenso wie in den Vorjahren – alle Dienste abgedeckt werden konnten. Er dankte allen, besonders den Führungskräften und den Angehörigen für die geleistete Arbeit und das Verständnis und wünschte allen ein erfolgreiches Jahr 2012.

Bevor der stellvertretende Ortsbeauftragte Armin Meinelt ausführlich auf die Situation des Technischen Hilfswerks nach dem Wegfall der Wehrpflicht einging und die Ehre hatte, mehrere Mitglieder für langjährigen Dienst auszuzeichnen, bat er den stellvertretenden Landrat Max Netter und Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl um ein Grußwort. Netter dankte allen für die geleisteten Dienste und hoffte für die Führungskräfte, dass es ihnen gelingen möge, den „Dampfer“ THW immer auf dem richtigen Kurs zu halten. Er wünsche allen, dass sie von ihren Einsätzen und Übungen stets gesund zurück kommen mögen.

Markus Mahl betonte, dass er sich freue, dass sich die Hilfsorganisationen der Stadt gegenseitig unterstützen würden und hervorragend zusammenarbeiten würden. Er dankte allen für das Miteinander und das „Hand in Hand“, das sie wieder gezeigt hätten. Mahl betonte, dass man als Stadt froh sein könne, auf eine Organisation wie das THW zurückzugreifen zu können. Er berichtete, dass der Bauantrag für die Erweiterung der Unterkunft positiv beschieden worden sei und jetzt nur noch das Landratsamt sein OK geben müsse. Das Stadtoberhaupt dankte allen für ihr gezeigtes Engagement und wünschte alles erdenklich Gute.

Armin Meinelt betonte, dass die, die jetzt noch beim THW seien, vor allem deshalb dabei seien, um anderen zu helfen – um zu helfen, weil sie es wollten. Die Hilfe, die sie alle im abgelaufenen Jahr erbracht hätten, habe einen Gegenwert von knapp
600 000 Euro, betonte Meinelt weiter. Mit der Abschaffung der Wehrpflicht seien jedoch auch zahlreiche Komponenten, die in Deutschland über viele Jahre gewachsen seien, mit einem Federstrich zu Nichte gemacht worden. Vom Wegfall des Zivildienstes seien besonders die Sozialen Dienste betroffen. Der Bundesfreiwilligendienst sei eine „Luftnummer“, da von den lediglich rund 3500 Männern und Frauen schon nach kurzer Zeit fast ein Drittel ihren Dienst wieder quittiert hätten. Leider seien die politisch Verantwortlichen auf diesem Ohr taub: Man lobe etwas, das nicht laufe, man redet gut, was ein „Rohrkrepierer“ ist. Man lade alles auf das Ehrenamt ab, das man jedoch schon vorher geschwächt habe.

Meinelt bat die Kommunalpolitiker, sich für das Ehrenamt – egal ob dies das Rote Kreuz, die Feuerwehr, die Wasserwacht, oder das THW sei – bei der „großen Politik“ einzusetzen. Er wisse, dass der Dank und die Anerkennung, die sie von ihnen erhielten, ehrlich gemeint sei, dennoch brauchen wir „Euer beherztes und vor allem schnelles Eintreten, damit unsere Gesellschaft nicht noch ärmer wird“.

Für 10-Jährigen Dienst im THW konnte Meinelt Benedikt Regensburger auszeichnen. Seit 20 Jahren sind Christian Schneck und Christoph Kadozka aktiv beim Hilpoltsteiner THW tätig.

Doch auch noch eine weitere Gruppe, nämlich annähernd das gesamte Küchenteam, das zunächst durch ihre familiäre Bindung zum THW gekommen sei, sei inzwischen seit zwanzig Jahren in unterschiedlichen Funktionen mit viel „Fach-Know-how“ im Ortsverband tätig. Es sind dies: Erika Bauer, Marga Hentschel, Ingrid Saalfelder, Claudia Schneck und Regina Schneck.

Für 25-Jährigen Dienst ehrte Armin Meinelt Thomas Vanhausen, während er Hermann Bauer und Josef Walter das Ehrenzeichen für 30-Jährigen Dienst anstecken konnte.

Einen besonderen Dank richtete Armin Meinelt auch bei dieser Veranstaltung wieder an die Arbeitgeber der Aktiven, die ihre Beschäftigten für Einsätze oder Arbeiten beim THW freigestellt hätten.
Meinelt dankte allen, die sich in irgendeiner Weise in den Ortsverband – besonders in die Führung desselben – eingebracht hätten und betonte, dass man nur gemeinsam das Ziel erreichen könne.

Der offizielle Teil des Abend endete mit einer Weihnachtsgeschichte und der traditionellen Sammlung für die Aktion „Jeder Bürger einen Euro“.


Text: Rudolf Heubusch
Bilder: Johann Schüssler




 



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