Verletztenrettung im Tunnelsystem
Als ein praxisnahes Übungsgelände lernte der BRK Kreisverband Südfranken – Bereitschaft Hilpoltstein die unterirdische Übungsstrecke für Atemschutzgeräteträger auf dem Gelände des THW Ortsverbandes Hilpoltstein kennen.
Wo sich sonst Atemschutzgeräteträger durch relativ enge und dunkle Verbindungsgänge bewegen, übten am Montagabend die ehrenamtlichen Rettungssanitäter und Rettungsdiensthelfer der BRK-Bereitschaft Hilpoltstein.
Aufgabe der Rettungskräfte war es, ein verletztes Kind, welches sich beim Spielen im Kanalsystem Sprunggelenk- sowie Kopfverletzungen zugezogen hatte, aus dem Tunnelsystem zu retten. Im Rahmen dieses Übungsszenarios sollten die Retter ebenfalls lernen, sich in unbekannter Umgebung und Dunkelheit zu orientieren sowie sich an die räumliche Enge am Ort des Geschehens zu gewöhnen. Das weit verzweigte und unterirdische Röhrensystem auf dem Gelände des THW Ortsverbandes Hilpoltstein bildete hierfür ein optimales Übungsumfeld.
Nach einem kurzen Briefing durch BRK-Ausbildungsleiter Jochen Strauß, tasteten sich die fünf ehrenamtlichen Rettungssanitäter und Rettungsdiensthelfer durch das unterirdische Labyrinth aus schmalen Stahlbetonrohren. Höchste Konzentration war gefragt, um nicht ungewollt ein Fußbad in einem teilweise gefluteten Schacht des Rohrnetzes zu nehmen.
Besonderen Wert legte der BRK-Ausbildungsleiter auf die optimale Kommunikation der Rettungskräfte im Tunnelsystem sowie die fachgerechte medizinische Versorgung des verletzten Kindes, bevor die verletzte Person unter Verwendung einer Schaufeltrage aus dem Kanalschacht ans Tageslicht befördert wurde.
Beim gemeinsamen Imbiss mit den Kollegen des THW Ortsverbandes Hilpoltstein ließ man die Erlebnisse der Übung Revue passieren.
Text: Bernhard Bergauer Bilder: Bernhard Bergauer
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