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02.04.2011 KAT-FUSSBALLTURNIER (ZEITUNG)
 

Langjährige Zweite und Letzte tauschen die Plätze


Von einer kleinen Sensation kann man bei der 26. Auflage des „Hilpoltsteiner Katastrophenfußballturniers“ sprechen: Denn der „ewige Zweite“, die Feuerwehr Hilpoltstein, und das oftmalige Schlusslicht, die Spielgemeinschaft von BRK-Bereitschaft und Wasserwacht (BRK/WW) tauschten die Plätze. Mehr noch: Der Spielgemeinschaft von BRK/WW hätte ein Unentschieden gegen die Polizei zum Turniersieg gereicht. Sportlicher Sieger wurde somit wieder die Polizei, den dritten Platz belegte das THW. Doch der wahre Turniersieger ist auch heuer wieder die Kameradschaft gewesen.

Das Turnier, das heuer durch die Polizei unter der Leitung von Stefan Wenzel ausgerichtet wurde, fand heuer erstmals in der neuen Dreifachturnhalle beim Hilpoltsteiner Gymnasium statt. Nach den Spielen – jeder gegen jeden – von jeweils zwei mal zehn Minuten konnten die Kontrahenten testen, wie es ist, wenn man alkoholisiert ist und einen Fußball in ein (leeres) Tor schießen möchte. Hierzu konnten sie eine zur Prävention bei der Verkehrsausbildung genutzte Brille aufsetzen, die dem Träger das Gefühl einer Trunkenheit vortäuscht. Den dabei ausgelobten „Rauschbrillenpokal“ gewann mit sieben Treffern die Polizei, gefolgt von der SG BRK/WW (6). Die weiteren Plätze belegten das THW (5 Treffer) und die Feuerwehr (4).

Ein weiterer Höhepunkt des Turniers war ein „Promi-Rauschbrillen-Siebenmeterschießen“, bei dem Führungskräfte der Hilfsorganisationen und Bürgermeister Markus Mahl ihre Treffsicherheit testen konnten. Hierbei konnten fünf der neun Kandidaten den Ball nicht ins Tor „versenken“ oder trafen dieses gar nicht.

Bei der in der Fahrzeughalle der Feuerwehr durchgeführten Siegerehrung betonte Stefan Wenzel, dass man am Ergebnis des diesjährigen Turniers sehen könne, dass ein Turnier in der Halle nicht mit einem Kleinfeldturnier im Freien vergleichbar sei. „Der zweite Platz der SG BRK/WW müsste sogar in die 'Ahnengalerie' des Turniers aufgenommen werden,“ sagte Wenzel. Weiter betonte er, dass man, da alle Hilfsorganisationen schon zahlreiche Pokale hätten, heuer bewusst auf solche verzichtet habe und sich nach Sponsoren für andere Preise umgesehen habe. Mit den Firmen Fliesen Just, der Metzgerei Eberle und der Pyraser Landbrauerei sei dies auch gelungen. Jede der teilnehmenden Mannschaften bekamen somit heuer statt Pokalen Preise, die man verzehren bzw. trinken kann. Stefan Wenzel dankte den Spendern der Preise und seinem Team für die Organisation sowie den drei Schiedsrichtern Klaus Dechet, Fritz Löschmann und Erwin Rippel für die Leitung der Spiele.

Der Bürgermeister der Burgstadt, Markus Mahl, betonte in seinem Grußwort, dass es toll sei, dass das Katastrophenfußballturnier auch heuer wieder gut über die Bühne gegangen sei und hiermit die Kameradschaft unter den Hilfsorganisationen gestärkt worden sei. Er dankte Stefan Wenzel und dem Team der Hilpoltsteiner Polizei für die Organisation und wünsche sich, dass das Turnier noch sehr oft durchgeführt werde.

Mit sieben Treffern wurde heuer Clemens Dellmann vom THW Torschützenkönig. Christian Walter von der SG BRK/WW wurde als bester Torwart mit dem Hinweis, dass er zum hervorragenden Abschneiden seiner Mannschaft einen großen Betrag geleistet habe, ebenfalls mit einem Preis bedacht.

Die Ergebnisse der Spiele im Einzelnen:

THW – Feuerwehr 3:0; Polizei – BRK/WW 1:0; THW – Polizei 2:2; Feuerwehr – BRK/WW 0:3; THW – BRK/WW 3:4; Feuerwehr – Polizei 0:6. Somit heißt der Sieger mit 7 Punkten Polizei, gefolgt von der SG BRK/WW (6 Punkte) und dem THW mit 4 Punkten, während die Feuerwehr null Punkte erzielte. Auch nach Toren hieß der Sieger Polizei (9:2) gefolgt von der SG BRK / WW (7:4), THW (8:6) und Feuerwehr (0:12 Tore).


Text: Rudolf Heubusch
Bilder: Johann Schüssler / Bernhard Bergauer




 



 



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